Checkliste: Energieausweis für Nichtwohngebäude
16 Punkte, sauber getrennt nach Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis. Wer diese Unterlagen bereitlegt, hat den Ausweis in 24 Stunden im Postfach.
Erst die Ausweisart klären, dann die Unterlagen sammeln
Bei Nichtwohngebäuden entscheidet die Ausweisart, welche Unterlagen Sie brauchen. Der Verbrauchsausweis lebt von 36 Monaten Verbrauchsdaten. Der Bedarfsausweis lebt von Plänen, U-Werten und der Zonierung nach DIN V 18599. Beide teilen sich nur die grundlegenden Gebäudedaten.
24 Stunden Lieferung
Liegen die Unterlagen vollständig vor, ist Ihr Energieausweis in der Regel innerhalb von 24 Stunden fertig.
899 EUR Festpreis
Der Nichtwohngebäude-Ausweis kostet 899 EUR als Festpreis. Keine Nachberechnung, kein versteckter Aufschlag.
Best-Case-Optimierung
Präzise Eingangsdaten holen die beste zulässige Effizienzklasse heraus, statt mit pauschalen Standardwerten Punkte zu verschenken.
Ausblick GModG: Bundestag und Bundesrat haben das Gebäudemodernisierungsgesetz am 10.07.2026 beschlossen. Der Energieausweis-Teil gilt voraussichtlich ab Anfang 2027. Ab dann bekommen Nichtwohngebäude nur noch einen Bedarfsausweis, dazu eine neue A-G-Skala. Wer für sein Nichtwohngebäude jetzt noch einen Verbrauchsausweis nutzen will, sollte damit nicht bis 2027 warten. Bestehende Ausweise bleiben ihre vollen 10 Jahre gültig.
Nur Bedarfsausweis: Unterlagen zur Gebäudehülle
Außenwände
Wandaufbau, Dämmung (Material, Stärke), U-Wert falls bekannt. Bei älteren Gebäuden: Bauweise (Massiv, Fachwerk, Stahlbeton).
Dach oder oberste Geschossdecke
Dachform, Aufbau, Dämmung, Art der Eindeckung. Bei Flachdächern: Aufbau und Dämmstärke.
Fenster und Türen
Rahmenmaterial, Verglasung (1-fach, 2-fach, 3-fach), Baujahr, U-Wert falls bekannt. Flächen und Orientierung nach Himmelsrichtung.
Boden und Kellerdecke
Bodenaufbau, Dämmung gegen Erdreich oder unbeheizten Keller. Art der Gründung.
Für den Bedarfsausweis kommt die Zonierung nach DIN V 18599 hinzu: Das Gebäude wird in Zonen (Büro, Flur, WC, Lager) mit je eigenem Nutzungsprofil aufgeteilt. Verbrauchsdaten sind hier nicht nötig, die Berechnung läuft rein rechnerisch über die Gebäudehülle und die Anlagentechnik.
Nur Bedarfsausweis: Unterlagen zur Anlagentechnik
Heizung und Warmwasser
Wärmeerzeuger (Gas, Öl, Wärmepumpe, Fernwärme), Baujahr, Nennleistung. Warmwasser zentral oder dezentral, Speichervolumen.
Lüftung und Klimatisierung
Mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung? Klimatisierte Bereiche, Kälteleistung, Kühlsystem, Betriebszeiten.
Beleuchtung
Installierte Leistung, Leuchtmittelart (LED, Leuchtstoff), Tageslichtsteuerung, Präsenzmelder.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik (kWp), Solarthermie, Wärmepumpe, Biomasse, jeweils mit Leistung und Baujahr.
Nur Verbrauchsausweis: diese Daten zusätzlich
Verbrauchsdaten über 36 Monate
Zusammenhängende Abrechnungen für Heizenergie (Gas, Öl, Fernwärme) über 36 Monate aus der jüngsten Abrechnungsperiode, inklusive Brennwert und Zustandszahl.
Stromverbrauch
Stromrechnungen über 36 Monate für Beleuchtung, Kühlung, Lüftung und Hilfsenergie (Pumpen), idealerweise nach Nutzungsbereichen aufgeschlüsselt.
Leerstand und Korrekturen
Leerstandszeiten im Betrachtungszeitraum. Ab mehr als 10 Prozent Leerstand ist eine Leerstandskorrektur nötig, dazu die Witterungsbereinigung über die DWD-Klimafaktoren.
Prozessenergie abgrenzen
Energie für reine Prozesse (Kühlhaus, Rechenzentrum, Produktion) wird herausgerechnet. In den Ausweis fließt nur die gebäudebezogene Energie: Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung, Warmwasser.
Für beide Ausweisarten: grundlegende Gebäudedaten
Baujahr des Gebäudes
Das ursprüngliche Baujahr sowie die Jahre wesentlicher Umbauten oder Erweiterungen.
Nutzfläche (NGF)
Die Nettogrundfläche in Quadratmetern, idealerweise aufgeschlüsselt nach Nutzungszonen (Büro, Handel, Lager).
Gebäudenutzung
Art der Nutzung: Büro, Einzelhandel, Lager, Produktion, Hotel, Gastronomie. Bei Mischnutzung alle Bereiche mit Flächenanteil angeben.
Geschosse und Geometrie
Anzahl Vollgeschosse, Keller (beheizt oder unbeheizt), Dachgeschoss. Grundrisse und Schnitte als PDF oder CAD.
Häufige Fragen zur Unterlagenbeschaffung
Brauche ich einen Verbrauchs- oder einen Bedarfsausweis?
Solange Sie 36 Monate lückenlose Verbrauchsdaten haben, ist der Verbrauchsausweis meist der schnellere Weg. Fehlen die Daten oder wollen Sie die belastbarere Aussage, ist der Bedarfsausweis richtig. Ab voraussichtlich Anfang 2027 ist für Nichtwohngebäude ohnehin nur noch der Bedarfsausweis zulässig.
Was ändert das GModG für meinen Nichtwohngebäude-Ausweis?
Ab voraussichtlich Anfang 2027 gibt es für Nichtwohngebäude nur noch den Bedarfsausweis, der Verbrauchsausweis entfällt für Neuausstellungen. Dazu kommt eine neue A-G-Skala. Heute ausgestellte Ausweise bleiben ihre vollen 10 Jahre gültig, ein Austausch ist nicht nötig.
Was ist, wenn ich nicht alle Unterlagen habe?
Kein Problem. Fehlende Angaben ersetzen wir durch normierte Standardwerte oder klären sie telefonisch mit Ihnen. Je mehr echte Daten vorliegen, desto besser fällt die Effizienzklasse aus. Ganz ohne vollständige Dokumentation ist der Ausweis trotzdem erstellbar.
Wo finde ich die Angaben zur Gebäudehülle?
Im Bauantrag, in der Baugenehmigung, in Wärmeschutznachweisen und in Herstellerunterlagen für Fenster und Dämmung. Bei älteren Gebäuden liegt vieles im Bauaktenarchiv der Gemeinde oder des Bezirksamts. Für Berliner Objekte helfen wir bei der Recherche.
Wie komme ich an die 36 Monate Verbrauchsdaten?
Von Ihrem Energieversorger, aus den Jahresabrechnungen oder über das Kundenportal. Bei vermieteten Gebäuden liefern Hausverwaltung oder Nebenkostenabrechnungen die Werte. Wichtig sind 36 zusammenhängende Monate ohne Lücken aus der jüngsten Abrechnungsperiode.
Wie schnell ist der Ausweis fertig, wenn alles vorliegt?
Bei vollständigen Unterlagen erstellen wir Verbrauchs- und Bedarfsausweis in der Regel innerhalb von 24 Stunden zum Festpreis von 899 EUR. Fehlende Unterlagen verzögern den Prozess, deshalb spart die Checkliste am Anfang die meiste Zeit.
Ihre Frage war nicht dabei? Fragen Sie direkt online an oder rufen Sie mich an, ich berate Sie persönlich.
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Legen Sie die Punkte aus der Checkliste bereit und starten Sie die Anfrage. Auch bei unvollständigen Daten finden wir eine Lösung zum Festpreis.
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