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Qualifikation & Berechtigung

Wer darf Energieausweise für Nichtwohngebäude ausstellen?

§ 88 GModG regelt die Ausstellungsberechtigung für Energieausweise. Für Nichtwohngebäude gelten strengere Regeln als für Wohngebäude.

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Strengere Regeln als bei Wohngebäuden

Nicht jeder darf einen Energieausweis ausstellen. § 88 GModG legt abschließend fest, welche Berufsgruppen berechtigt sind. Für Nichtwohngebäude sind die Hürden höher als für Wohngebäude. Prüfen Sie vor der Beauftragung, ob die Ausstellungsberechtigung auch Ihr Nichtwohngebäude umfasst.

§ 88 GModG als Grundlage

Ein Bundesgesetz regelt abschließend, wer Energieausweise ausstellen darf. Wer nicht in eine der Gruppen passt, darf nicht ausstellen.

Qualifikation plus Erfahrung

Für die Wege nach Absatz 1 Nummer 2 bis 4 ist zusätzlich einer der vier Nachweise aus Absatz 2 erforderlich: Studienschwerpunkt, Berufserfahrung, Schulung oder öffentliche Bestellung.

Nichtwohngebäude gesondert

Eine Schulung nur für Wohngebäude berechtigt nicht für Büros oder Hallen. Das steht ausdrücklich in § 88 Absatz 3.

Ihr Energieausweis wird von einem nach § 88 GModG berechtigten Aussteller erstellt und erhält nach § 98 GModG eine eigene Registriernummer. Stephan Grosser koordiniert die Erstellung als Immobilienexperte.

Wer ist nach § 88 GModG berechtigt?

§ 88 GModG, heute GModG, nennt sechs Berechtigungswege. Absatz 1 führt fünf Wege auf. Für die Wege nach Absatz 1 Nummer 2 bis 4 verlangt Absatz 2 zusätzlich einen Studienschwerpunkt, zwei Jahre Berufserfahrung, eine Schulung nach Anlage 11 oder eine öffentliche Bestellung als Sachverständiger. Absatz 3 begrenzt: Wer nur für Wohngebäude geschult wurde, bleibt auf Wohngebäude beschränkt. Absatz 5 ergänzt die BAFA-Qualifikationsprüfung als sechsten Weg.

Bauvorlageberechtigte (Abs. 1 Nr. 1)

Wer nach der Landesbauordnung bautechnische Nachweise des Wärmeschutzes unterschreiben darf, meist Architekten und Bauingenieure, ist im Rahmen dieser Berechtigung auch für Nichtwohngebäude ausstellungsberechtigt.

Hochschulabsolventen (Abs. 1 Nr. 2)

Berufsqualifizierender Abschluss in einer der genannten technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtungen. Zusätzlich ist einer der vier Nachweise aus Absatz 2 erforderlich.

Qualifizierte Handwerker (Abs. 1 Nr. 3)

Erfasst sind die in Nummer 3 genannten Eintragungs-, Meister- oder Ausübungsberechtigungen im Bau-, Ausbau- und anlagentechnischen Handwerk. Zusätzlich ist einer der vier Nachweise aus Absatz 2 erforderlich.

Staatlich geprüfte Techniker (Abs. 1 Nr. 4)

Techniker mit Ausbildungsschwerpunkt auf Gebäudehülle, Heizungs- und Warmwasseranlagen oder Lüftungs- und Klimaanlagen. Auch hier gilt die Zusatzvoraussetzung aus Absatz 2.

Berechtigte für Erfüllungserklärungen (Abs. 1 Nr. 5)

Wer nach den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes Erfüllungserklärungen nach § 92 GModG ausstellen darf, ist ebenfalls zur Ausstellung von Energieausweisen berechtigt.

BAFA-Energieberater (Abs. 5)

Wer die Qualifikationsprüfung Energieberatung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bestanden hat, ist ebenfalls berechtigt, sofern die Prüfung nicht auf Wohngebäude beschränkt war.

Warum ein qualifizierter Aussteller wichtig ist

Ausstellungsberechtigung vorab prüfen

Prüfen Sie vor der Beauftragung, auf welcher Grundlage die ausstellende Person nach § 88 GModG berechtigt ist. Klären Sie bei Nichtwohngebäuden ausdrücklich, ob die Berechtigung diese Gebäudeart umfasst. Eine auf Wohngebäude beschränkte Schulung berechtigt nach § 88 Absatz 3 GModG nur zur Ausstellung für Wohngebäude.

Registriernummer für jeden Ausweis

Nach § 98 GModG beantragt die ausstellende Person für jeden Energieausweis eine eigene Registriernummer. Sie belegt die Registrierung des Dokuments, ersetzt aber nicht die Prüfung der Ausstellungsberechtigung nach § 88 GModG.

Korrekte Zonierung

Nichtwohngebäude haben mehrere Nutzungszonen mit Beleuchtung, Lüftung und Kühlung. Die Berechnung nach DIN V 18599 ist komplex. Fehler machen den Ausweis angreifbar oder führen zu falschen Kennwerten.

Haftung liegt beim Aussteller

Der Aussteller haftet für die Richtigkeit der Daten und trägt dafür eine Berufshaftpflicht. Bei einem billigen Ausweis ohne Berechtigung bleibt das Risiko am Eigentümer hängen.

So prüfen Sie die Ausstellungsberechtigung

1

Qualifikation vorab erfragen

Lassen Sie sich vor der Beauftragung erklären, auf welcher Qualifikation nach § 88 GModG die Berechtigung beruht. Die Registriernummer wird erst für den fertigen Energieausweis vergeben und ist kein Qualifikationsnachweis.

2

Berechtigung für Nichtwohngebäude prüfen

Fragen Sie ausdrücklich nach der Berechtigung für Nichtwohngebäude. Manche Anbieter dürfen nach § 88 Absatz 3 nur Wohngebäude ausstellen.

3

Erfahrung mit Gewerbeobjekten

Ein Aussteller sollte vergleichbare Objekte kennen: Büro, Halle, Hotel oder Einzelhandel. Referenzen geben Sicherheit.

4

Qualifikation transparent halten

Seriöse Aussteller legen Abschluss, Fortbildung und Registriernummer offen. Wer bei diesen Fragen ausweicht, ist ein Warnsignal.

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Häufige Fragen zur Ausstellungsberechtigung

  • Wer darf einen Energieausweis ausstellen?

    § 88 GModG, heute GModG, nennt sechs Berechtigungswege: Bauvorlageberechtigte, bestimmte Hochschulabsolventen, qualifizierte Handwerker, staatlich geprüfte Techniker, nach Landesrecht zur Erfüllungserklärung nach § 92 Berechtigte sowie Personen mit bestandener BAFA-Qualifikationsprüfung. Die Zusatzvoraussetzung aus Absatz 2 gilt für die Wege nach Absatz 1 Nummer 2 bis 4.

  • Was regelt § 88 Absatz 2 GModG?

    Absatz 2 legt die Zusatzvoraussetzung fest. Wer nach Absatz 1 Nummer 2 bis 4 ausstellen will, braucht einen Studienschwerpunkt im energiesparenden Bauen, mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung, eine erfolgreiche Schulung nach Anlage 11 oder eine öffentliche Bestellung als Sachverständiger für ein einschlägiges Sachgebiet. Ohne einen dieser vier Nachweise ist die Ausstellung nicht zulässig.

  • Darf jeder, der Wohngebäude ausstellt, auch Nichtwohngebäude ausstellen?

    Nein. § 88 Absatz 3 GModG stellt klar: Wer seine Schulung nur auf Wohngebäude bezogen hat, darf ausschließlich Wohngebäude-Ausweise ausstellen. Für Büros, Hallen oder Hotels braucht der Aussteller eine Berechtigung, die Nichtwohngebäude ausdrücklich einschließt. Prüfen Sie das vor der Auftragsvergabe.

  • Wie prüfe ich die Ausstellungsberechtigung für ein Nichtwohngebäude?

    Fragen Sie vor der Beauftragung, auf welchen Berechtigungsweg nach § 88 GModG sich die ausstellende Person stützt. Für die Wege nach § 88 Absatz 1 Nummer 2 bis 4 gelten zusätzlich die Voraussetzungen des Absatzes 2. Klären Sie außerdem ausdrücklich, ob die Berechtigung Nichtwohngebäude umfasst. Nach § 88 Absatz 3 GModG berechtigt eine auf Wohngebäude beschränkte Schulung nur zur Ausstellung von Energieausweisen für Wohngebäude.

  • Ändert das Gebäudemodernisierungsgesetz die Ausstellungsberechtigung?

    Ja. Seit dem 29. Juli 2026 ergänzt § 88 Absatz 1 Nummer 5 GModG einen weiteren Berechtigungsweg für Personen, die nach Landesrecht Erfüllungserklärungen nach § 92 ausstellen dürfen. Weitere Änderungen für Nichtwohngebäude, darunter der Bedarfsausweis als alleinige Ausweisart bei Verkauf und Vermietung sowie die neue A-G-Skala, gelten ab 1. Januar 2027.

  • Wer stellt meinen Energieausweis bei energiepass® BERLIN aus?

    Die fachliche Ausstellung übernimmt ein nach § 88 GModG berechtigter Spezialist. Stephan Grosser ist seit 2018 als Immobilienexperte tätig und koordiniert die Erstellung als Ihr Ansprechpartner. Jeder fertige Ausweis erhält eine eigene Registriernummer nach § 98 GModG.

Ihre Frage war nicht dabei? Fragen Sie direkt online an oder rufen Sie mich an, ich berate Sie persönlich.

Qualifizierter Energieausweis für Ihr Nichtwohngebäude

Die fachliche Ausstellung übernimmt ein nach § 88 GModG berechtigter Spezialist. Stephan Grosser koordiniert die Erstellung als Ihr Ansprechpartner. Jeder Ausweis erhält eine eigene Registriernummer nach § 98 GModG.

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Kundenstimmen

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5,0 von 5 aus 105 echten Kunden-E-Mails

„Der aktuelle Entwurf sieht klasse aus, auch meine Kolleginnen und Kollegen sind begeistert.“

Sarah-Melike Illmer KSK Ratzeburg

„Vielen Dank für die schnelle Bearbeitung und Zusendung des Energieausweises.“

Horst Siemers Degen + Siemers

„Vielen Dank nochmals für die zügige Erstellung und die angenehme Zusammenarbeit.“

Elyes Ben Brahim Longhi Immo/Consult
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