Gebäudebestand in Potsdam
Potsdam ist eine Stadt der Gegensätze, was den Gebäudebestand angeht, und genau das entscheidet über den passenden Energieausweis. Rund ein Viertel bis knapp ein Drittel der Gebäude stammt aus der Zeit vor 1948: prächtige Gründerzeit- und Vorkriegsbauten in der Innenstadt, in Babelsberg und in den Villenvierteln der Berliner und Nauener Vorstadt. Wer hier ein Haus besitzt, hat es oft mit dicken Ziegelwänden, hohen Decken und original erhaltener Substanz zu tun.
Etwa 40 Prozent des Bestands entstand zwischen 1949 und 1990 in industrieller Bauweise. Prägend sind Stadtteile wie Drewitz, das Schlaatz-Viertel und das Kirchsteigfeld. Diese Platten- und Typenbauten haben klar dokumentierte Verbrauchswerte, was den Verbrauchsausweis oft zur schnellen und günstigen Lösung macht. Dazu kommt eine der höchsten Neubauquoten Ostdeutschlands: Über 30 Prozent des Bestands ist nach 1991 entstanden, vor allem im Bornstedter Feld und rund um Golm. Rund 84 Prozent aller Wohngebäude sind Ein- oder Zweifamilienhäuser, auch wenn die meisten Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern stecken.
