Gebäudebestand in Neuruppin
Die Fontanestadt Neuruppin hat rund 7.500 Wohngebäude und einen stark heterogenen Bestand, geprägt von Stadtbränden, preußischer Militärgeschichte und DDR-Städtebau. Im historischen Zentrum dominieren klassizistische Mehrfamilien- und Wohn-Geschäftshäuser in geschlossener Bauweise, entstanden nach dem großen Stadtbrand von 1787, als die Stadt fast vollständig neu am Reißbrett angelegt wurde. Etwa 28 Prozent des Bestands stammen aus der Zeit vor 1919. Die Wohnkomplexe I bis III rund um die Heinrich-Rau-Straße mit rund 4.400 Wohnungen prägen die Südstadt, insgesamt entfallen rund 42 Prozent des Bestands auf die Jahre 1949 bis 1990. In den 13 eingemeindeten Ortsteilen wie Alt Ruppin, Wuthenow und Karwe dominieren Einfamilienhäuser und Bauernhöfe.
Neubau entsteht vor allem durch Nachverdichtung und die Erschließung von Randlagen, etwa im Gebiet Im Grund in Treskow und beim Projekt Wohnen am Heideweg in Gühlen-Glienicke mit Fokus auf ökologisches Bauen. Weitere Entwicklungen konzentrieren sich auf attraktive Lagen am Ruppiner See.
