Gebäudebestand in Luckenwalde
Luckenwalde hat eine sehr heterogene, historisch gewachsene Bausubstanz mit rund 4.825 Wohngebäuden, von denen etwa 80 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser sind. Das Stadtbild vereint Gründerzeitbauten im Zentrum, die berühmte expressionistische Industriearchitektur der Hutfabrik, DDR-Wohnungsbau in Großwohnsiedlungen und weitläufige Einfamilienhaus-Siedlungen am Stadtrand. Auffällig ist der hohe Anteil an Gebäuden aus der Zwischenkriegszeit: 31 Prozent stammen aus den Jahren 1919 bis 1948, was den Boomjahren als Industriestadt entspricht. Weitere 19,7 Prozent wurden vor 1919 errichtet, 22,4 Prozent zwischen 1949 und 1990, rund 21 Prozent zwischen 1991 und 2010.
Neubau findet vor allem als Lückenschluss und in kleineren Erschließungsgebieten statt, etwa am Zapfholzweg III mit Einfamilienhäusern, im Wohnpark Alte Mühle mit Mischnutzung und im innenstadtnahen Wohngebiet Burgwall. Die ländlichen Ortsteile Frankenfelde und Kolzenburg sind fast ausschließlich von Einfamilienhäusern und alten Höfen geprägt, hier ist der Sanierungsstau bei privaten Eigentümern am höchsten.
