Gebäudebestand in Kleinmachnow
Kleinmachnow unterscheidet sich grundlegend vom Berliner Durchschnitt. Der Ort umfasst rund 6.145 Gebäude, davon etwa 5.676 Wohngebäude, und wird fast vollständig von Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern und Villen geprägt. Geschosswohnungsbau oder Plattenbauten sind hier die absolute Ausnahme. Zwei Bauphasen dominieren: Rund 46 Prozent der Gebäude stammen aus den Jahren 1919 bis 1949, der Zeit der großen Siedlungen wie der Sommerfeld-Siedlung und der Bürgerhaussiedlung. Etwa die Hälfte des Bestands entstand nach 1990, als nach der Wiedervereinigung ein enormer Bauboom einsetzte und viele wohlhabende Berliner hierher zogen.
Die ältesten und teuersten Lagen liegen direkt an der Grenze zu Berlin-Zehlendorf, rund um den Machnower See und die alte Villenkolonie. Nachwendebauten prägen Bereiche wie den Stolper Weg. Neue Bauflächen gibt es kaum noch, der Ort gilt als weitgehend ausgebaut. Stattdessen dominieren Nachverdichtung und Ersatzneubauten, etwa entlang der Förster-Funke-Allee mit neuen Wohneinheiten oder rund um die zu Luxus-Apartments umgebaute Neue Hakeburg.
