1. GEBÄUDEBESTAND & BAUSUBSTANZ
Kleinmachnow unterscheidet sich massiv vom Berliner Durchschnitt und erfordert bei der Energieausweiserstellung oft detaillierte Vor-Ort-Kenntnisse (Bedarfsausweise).
* Dominierende Gebäudetypen: Der Markt wird fast vollständig von Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern und Villen dominiert. Geschosswohnungsbau oder Plattenbauten sind absolute Ausnahmen. * Baualtersklassen: Es gibt zwei massive Spitzen im Baujahr: 1. 1920er bis 1940er Jahre: Entstehung der großen Siedlungen (Bürgerhaussiedlung, Sommerfeld-Siedlung). 2. Nach 1990: Extremer Bauboom nach dem Mauerfall (Zuzug von wohlhabenden Berlinern). * Energieeffizienzklassen: Aufgrund der hohen Kaufkraft ist die Sanierungsquote überdurchschnittlich hoch. Dennoch weisen viele Altbau-Villen (vor 1977) ohne Kernsanierung oft die Klassen F bis H auf. Nachwendebauten liegen meist bei C bis D, Neubauten bei A bis A+. * Heizsysteme: Historisch bedingt dominiert Gas (oft als Etagenheizung oder Zentralheizung in Einfamilienhäusern). Ölheizungen sind rückläufig. Bei Sanierungen und Neubauten ist die Wärmepumpe mittlerweile der absolute Standard. Fernwärme spielt in den reinen Einfamilienhaus-Siedlungen kaum eine Rolle. * Denkmalschutz: Sehr hoher Anteil. Ganze Siedlungsbereiche stehen als "Denkmalbereich" unter Ensembleschutz. Dies macht energetische Sanierungen (insb. Außendämmung/WDVS) oft unmöglich, was zu dauerhaft schlechteren Energieeffizienzklassen führt. * Neubau/Sanierung: Es gibt keine großen Neubaugebiete mehr, da die Gemeinde weitgehend "ausgebaut" ist. Es dominiert die Nachverdichtung (Teilung großer Grundstücke) oder der Abriss kleinerer Altbauten zugunsten großer, energieeffizienter Neubau-Villen (Ersatzneubau).