1. GEBÄUDEBESTAND & BAUSUBSTANZ
Fürstenwalde/Spree weist eine stark gemischte Bausubstanz auf, die für Anbieter von Energieausweisen ein breites Portfolio an Anforderungen bietet.
* Dominierende Gebäudetypen: * Einfamilien- und Zweifamilienhäuser (EZFH): Prägen die Randlagen und Vororte (z.B. Trebus, Süd). Hier besteht der größte Markt für Bedarfsausweise, da viele Gebäude vor 1977 errichtet und nicht wesentlich saniert wurden. * Plattenbauten (DDR-Neubau): Vor allem in Fürstenwalde-Nord und Süd. Diese Mehrfamilienhäuser (MFH) werden meist von großen Wohnungsbaugesellschaften (z.B. Wohnungswirtschaft GmbH Fürstenwalde) verwaltet. Hier dominieren Verbrauchsausweise. * Historische Altbauten / Gründerzeit: Konzentriert im Zentrum (Domstadt). * Baualtersklassen: Ein signifikanter Teil des Bestandes stammt aus der Nachkriegszeit bis 1990 (DDR-Wohnungsbau) sowie aus den 1990er Jahren (Nachwende-Bauboom). * Energieeffizienzklassen: Im un- oder teilsanierten Altbau und bei älteren Einfamilienhäusern dominieren die Klassen E bis H. Sanierte Plattenbauten erreichen oft C bis D. * Heizsysteme: * *Einfamilienhäuser:* Überwiegend Gas- und Ölheizungen. Der Anteil von Wärmepumpen steigt bei Neubauten und Kernsanierungen. * *Mehrfamilienhäuser:* Hoher Anteil an Fernwärme (betrieben u.a. durch die E.DIS Natur / Stadtwerke), besonders in den großen Wohnkomplexen in Nord und Süd. * Denkmalschutz: Die historische Altstadt rund um den St. Marien Dom weist eine hohe Dichte an Baudenkmälern auf. *Wichtig für energiepass.berlin:* Baudenkmäler sind gemäß § 114 GEG von der Pflicht zur Ausstellung eines Energieausweises befreit. * Neubaugebiete: Es gibt kontinuierliche Nachverdichtung und kleinere Neubaugebiete (z.B. am Spreeufer oder in Randlagen), befeuert durch den Zuzug (Tesla-Effekt).