1. GEBÄUDEBESTAND & BAUSUBSTANZ
* Dominierende Gebäudetypen: Erkner ist geprägt von einer Mischbebauung. Es dominieren freistehende Einfamilienhäuser (EFH) und Zweifamilienhäuser. Im Stadtzentrum und in Bahnhofsnähe finden sich mehrgeschossige Wohnungsbauten (DDR-Plattenbauten, z.B. WBG Erkner) sowie historische Stadtvillen aus der Gründerzeit. * Baualtersklassen: Ein großer Teil der Einfamilienhäuser stammt aus den 1930er Jahren (Siedlungsbau) sowie aus der DDR-Zeit (1960–1980er Jahre). Ein weiterer Peak ist in den späten 1990er Jahren (Nachwende-Bauboom) zu verzeichnen. * Energieeffizienzklassen: Der unsanierte EFH-Bestand liegt typischerweise in den Klassen F bis H. Die sanierten Mehrfamilienhäuser der Wohnungsbaugesellschaften liegen meist bei C bis D. Neubauten der letzten 10 Jahre erreichen A oder A+. * Sanierungsstau: Besonders bei Einfamilienhäusern, die in den 1990er Jahren nach der Wende teilsaniert wurden (neue Fenster, erste Gasheizung), steht nun der zweite Sanierungszyklus an. Die Heizungen sind oft über 25 Jahre alt. * Heizsysteme: Erdgas ist der absolute Spitzenreiter im Bestand. In älteren, unsanierten Häusern am Waldrand findet sich noch Heizöl. Die großen Wohnblöcke im Zentrum sind teilweise an ein lokales Fern-/Nahwärmenetz angeschlossen. Wärmepumpen dominieren den Neubau. * Denkmalschutz: Es gibt ein überschaubares, aber wichtiges Kontingent an Baudenkmälern, darunter das Gerhart-Hauptmann-Museum (Villa Lassen) und diverse historische Villen an der Flakenstraße. * Neubau: Die Neubautätigkeit ist moderat, da Erkner von Wasser (Dämeritzsee, Flakenfließ) und Wald (Landschaftsschutzgebiete) umschlossen ist. Nachverdichtung und Ersatzneubauten (Abriss alt, Bau neu) dominieren.